Waldpolizei Ameisen - ameisen bekämpfen in der wohnung

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Ameise ist Waldpolizist und Landschaftsgärtner

Zehn Billionen Ameisen gibt es auf der ganzen Welt. Sie gehören zu den Insekten und hier in die Untergruppe der Hautflügler. Damit ist jedes hundertste Lebewesen auf unserem Planeten eine Ameise.
Man schätzt aus Bernsteinfunden ihr Entstehungsalter vor etwa 100 Millionen Jahren (Schätzungen gehen sogar von bis zu 130 Millionen Jahren aus), womit sie dann der Kreidezeit zuzuordnen wären. Königinnen können bis zu 30 Jahre alt werden. Es gibt weltweit etwa 12.500 unterschiedliche Arten, davon rund 200 in Europa. Sie sind straff in Völkern und Staaten organisiert und greifen fast schon militärisch clever an. Eine Ameisen-Phalanx kann über 20 Meter gehen, und dann marschieren sie los. Ein Trupp von Ameisen kann einen toten Gecko abtransportieren.

Natürlich gibt es auch viele Irrtümer über Ameisen, etwa den, dass sie ein Vielfaches ihres Körpergewichts tragen kann. In der Tat, wenn man Ameisen mit Teilen von Blättern auf ihrem Rücken sieht, könnte man das annehmen. 
Nimmt aber eine korrekte Berechnungsmethode zwischen Mensch und Tier, dann müsste ein Mensch etwa 40 Kilogramm tragen, um auf das Leistungsvermögen einer Ameise zu kommen, was durchaus zu schaffen ist. Es sieht zwar beachtlich aus, wenn man aber vergleichsweise Berechnungen vornimmt, relativiert sich das.

Noch etwas Erstaunliches: Im Ameisenstaat gibt es immer drei Kasten: Arbeiter, Weibchen (Königin) und Männchen. Ein Ameisenstaat kann aus mehreren hundert Individuen bestehen, aber auch aus mehreren Millionen. Die Königinnen können das Geschlecht der Eier bestimmen, indem sie mit einer Samendrüse Eier besprühen oder nicht. Man weiß noch nicht genau, nach welchem Prinzip sie selbst bestimmen, ob ihre Eier als Männchen oder Arbeiter heranwachsen oder ob gar ein Königs-Ei gelegt wird. Es kann mehrere Königinnen in einem Staat geben. Dann bekämpfen sie sich gegenseitig so lange, bis eine Siegerin bleibt. So wird auf jeden Fall reguliert, dass genügend Arbeiter nachkommen, während männliche Ameisen kurz nach dem Paarungsflug schon sterben.

Bekannt ist die Ameisensäure, die nicht nur der menschlichen Haut zusetzt – bis hin zum Allergieschock mit fatalen Folgen (kann auch in seltenen Fällen zum Tod führen). 
Daneben beißen Ameisen auch noch. Mit dem Versprühen dieser Säure gehen Ameisen auf Jagd und erlegen so Läuse, Milben und sogar Käfer. Ameisen greifen auch alleine an, selbst wenn sie unterlegen sind. Dann senden sie Duftstoffe aus, mit denen sie andere Ameisen zu Hilfe rufen.

So unangenehm sie im Haus sind, so nützlich agieren Ameisen in der freien Natur. Grundsätzlich lockern Ameisen die obere Bodenschicht auf und sorgen für Humus, der wiederum ein guter Nährboden für alle Pflanzen und Samenkörner ist. Da auch Samen auf ihrem Speiseplan stehen, sorgen sie so für eine Verbreitung von Pflanzen. Denn nicht jeder Samen wird gleich vertilgt. Sie transportieren Pollen und Blütenstaub auf ihren langen Beutezügen.

Dann räumen sie vor allem im Wald auf, indem sie abgestorbene Bäume und Äste „zerlegen“ und zu einem nutzbaren Waldboden umwandeln. Sie ersparen den Förstern und Waldarbeitern den Abtransport des nutzlosen, kranken Baumes. 
Aus gesunden Gehölzen entfernen sie Schädlinge wie Maden und Käfer, die sonst ganze Kulturen angreifen würden – man denke nur an den gefährlichen Borkenkäfer. 

Aus gesunden Gehölzen entfernen sie Schädlinge wie Maden und Käfer, die sonst ganze Kulturen angreifen würden – man denke nur an den gefährlichen Borkenkäfer. 

Sie übernehmen eine ähnliche Aufgabe wie die Spechte, die auch Schädlinge aus Bäumen hacken. Doch die Aufgabe der Waldameise geht noch viel weiter. Sie sind die Waldpolizisten schlechthin, denn sie tummeln sich vor allem am Boden und unter dem Boden, wo sie ihre Nester bauen, und legen ein weitläufiges Gangsystem an. Außerdem sorgen sie für natürlichen Dünger, den sie in Form von Biomasse reichlich anlegen. Sie zerkleinern Blätter, zerkauen diese und produzieren so einen Brei, der wiederum als Nahrungsquelle für Pilze dient, von deren Ausscheidungen sich die Ameisen wieder ernähren.
Aus gesunden Gehölzen entfernen sie Schädlinge wie Maden und Käfer, die sonst ganze Kulturen angreifen würden – man denke nur an den gefährlichen Borkenkäfer. 

Sie übernehmen eine ähnliche Aufgabe wie die Spechte, die auch Schädlinge aus Bäumen hacken. Doch die Aufgabe der Waldameise geht noch viel weiter. Sie sind die Waldpolizisten schlechthin, denn sie tummeln sich vor allem am Boden und unter dem Boden, wo sie ihre Nester bauen, und legen ein weitläufiges Gangsystem an. Außerdem sorgen sie für natürlichen Dünger, den sie in Form von Biomasse reichlich anlegen. Sie zerkleinern Blätter, zerkauen diese und produzieren so einen Brei, der wiederum als Nahrungsquelle für Pilze dient, von deren Ausscheidungen sich die Ameisen wieder ernähren.


Ameisen sind wahre Landschaftspfleger. Ein Volk kann am Tag bis zu 100.000 wirbellose Schädlinge im Wald und Garten vernichten. Ohne Ameisen wären ganze Landstriche öde, karg und fast ohne Grün. Durch den aufgelockerten Boden schlagen andere Pflanzen besser Wurzeln. Ameisen schichten den Boden um und fördern so, dass Humus entsteht. Das ist vor allem in den Tropen sehr wichtig, wo Ameisen karge Steppen fruchtbar machen. Brachland kann erst durch die Insekten von Pflanzen besiedelt werden. Fehlen die nämlich, wird der karge Boden weggeschwemmt.

Die Insekten transportieren die Samen von rund 150 Pflanzenarten im Wald und tragen so zu ihrer Verbreitung bei. Sie sind auch Nahrungsgrundlage für viele andere Tiere wie Kröten, Vögel. Eidechsen und Spinnen. Ameisen säubern den Wald von toten Tieren und totem Gehölz.
Allerdings sind die Alleskönner durchaus flexibel, weil sie eben auch an Bäumen hochklettern, durch Ritzen und kleinste Öffnungen ihren Weg finden. Man wundert sich, wie sie in die Küche gelangen. Und nicht selten müssen ganze Häuser saniert werden, weil sich Ameisen-Nester unter dem Estrich im Styropor eingenistet oder im Dach sich ein warmes Plätzchen in der Isolierung (Glaswolle) gesucht haben. Sie können ganze Holzkonstruktionen ins Wanken bringen und ähnlich wie die Holzwürmer Fundamente zerstören. Ameisen gehen Symbiosen mit anderen Lebewesen ein, indem sie diese pflegen, um dann von ihren süßlichen Absonderungen zu leben und sich davon zu ernähren.
Auch im heimischen Garten sind sie nicht nur lästig, sondern nützlich. Sie fressen Käfer und Maden, Raupen und Fliegen. Wir entdecken sie aber meist dann, wenn zwischen Terrassen- und Wegplatten aus den Fugen bereits kleine Sandhügel aufsteigen. Dort tummelt sich das emsige Volk. Man kann beobachten, wie sie ein- und aussteigen, Material auf dem Rücken transportieren und die Sandhäufchen immer größer und mehr werden. Da sie ein weit verzweigtes Tunnelsystem unter der Erde angelegt haben. Kann man ganz gut beobachten, wie sie anderswo wieder raus krabbeln, wenn man gerade einen Hügel platt getreten hat. Oder sie wühlen sich erneut am zerstörten Hügel wieder hoch. So einfach wird man sie eben nicht los.
Die Folge ist meist, dass Wegeplatten und Pflasterungen wackelig wird, weil die einst feste Unterkonstruktion durchlöchert ist. Und hat man sie erst mal auf der Terrasse, dann ist auch der Weg bis zur Küche nicht mehr weit.


Im Garten können sie zudem den Rasen unterhöhlen. Bisweilen sieht man in der Grünfläche keine Sandhügel, die nicht sofort auffallen. Erst beim Rasenmähen knirscht es. Leicht hat man dann Löcher im Rasen. Die Rasenfläche wird etwas angehoben und den Buckel rasiert der Mäher dann weg. Das umfangreiche Gangsystem kann aber auch erhebliche Rasenflächen instabil machen.
Bei schönem Wetter lässt man gerne Mal Fenster und Türen offen stehen, um die frische Luft ins Haus zu lassen. Das merken natürlich auch Fliegen, Moskitos und Insekten wie Ameisen. Sie wundern sich, warum plötzlich ein schwarzer Strich auf Ihrem Fußboden ist und es tausendfach wimmelt und krabbelt. Ameisen legen nämlich Duftstraßen an und markieren so für andere Artgenossen den Weg – zum Beispiel zu attraktivem Futter. Verfolgen Sie die Spur, müssen Sie in Schränke und Kammern kriechen. Oft ist es gar nicht mal leicht, den Ursprung einer Ameisenstraße überhaupt zu finden. Ameisen krabbeln durch Dichtungen, Silikone, Fenster und kleinste Ritzen.

Da suchen Sie tagelang nach dem Schlupfloch und können ihn gar nicht finden, weil Sie dafür erst einmal Ihre Fliesen zerstören müssen. Denn sie haben sich unter Ihrem Estrich in der für sie wohligen Isolierschicht ihren Ameisen-Staat aufgebaut. Und dann ist guter Rat wirklich teuer. So mancher Hausbesitzer ist erst mal geschockt, wenn er das weit verzweigte Nest findet: Da wimmelt und krabbelt es, Ameisen mit Flügeln, emsig um die Eierpflege beschäftigt. Arbeiter bringen Blattreste und anderes Futter herbei, Eier werden befeuchtet und umgebettet, gedreht und gepflegt. Wenn Sie mal einen solchen Ameisen-Staat freigelegt haben, dann sind Sie erst einmal erschrocken. Und das in Ihrem Haus!
Noch schwieriger wird es, Diese im Haus lästigen Völker auf dem Dachboden oder unter dem Dach auszumachen. Wann kommen Sie schon mal auf den Dachboden? Und wann sehen Sie schon unter Ihre Dachpfannen oder dazwischen in die Isolierung? Meist erst dann, wenn Sie buchstäblich einen Dachschaden haben und Wasser in der Wohnung sich bemerkbar macht. 

Dann ist es aber schon zu spät. Ameisen haben es nämlich auch an sich, sich am Holz zu bedienen. Und da mal ein paar Millionen kleiner, emsiger Krabbeltierchen an Ihren Dachbalken nagen, dann wird da schnell mal was morsch. Das ist gar nicht mehr lustig. Und kriegen Sie die Viecher erst mal da oben wieder raus. Oft hilft nur der Profi: Ein Kammerjäger muss her.
Ameisen in Betrieben insbesondere der Lebensmittelindustrie, in Restaurants und Vorratslagern können erheblichen Schaden anrichten, weil sie Vorräte zerstören oder unbrauchbar machen. Einen angeknabberten Getreidesack werden Sie nicht mehr verwenden können, weil er kontaminiert ist. Mehl, Zucker, Reis oder Brot in der Vorratskammer können Sie wegschmeißen, wenn Ameisen darin krabbeln.
In Restaurants ist es ein hygienisches Problem, wenn die Lebensmittelkontrolle die kleinen Tierchen entdeckt. So sind schon Betriebe geschlossen worden, bevor sie nicht wieder Ameisen frei waren. Denn Ameisen übertragen auch Keime, schleppen so Krankheiten ein. Es ist sogar schon vorgekommen, dass Ameisen sogar in elektrische Geräte krabbeln und dort einen Kurzschluss verursacht haben.

Ameisen können auch beißen und stechen und so die menschliche  Haut reizen und röten. Allerdings sind die bei uns heimischen Ameisen meist für den Menschen ungefährlich, eher unangenehm.

Aber Ameisen erfüllen noch einen anderen Zweck. In manchen Ländern dienen sie sogar als Delikatesse und werden in Öl gebacken, stehen also auf dem Speiseplan nicht nur von Ameisenbär und Frosch, sondern auch des Menschen, zum Beispiel in Kolumbien, wo eine Spezialität aus Ameisen auf den Speisekarten steht.
 
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